Kurzkritiken-Projekt zum Bundle for Racial Justice and Equality bei Spielkritik

Screenshot Far From Noise: Sonnenuntergang an der Klippe

Wer das Bundle for Racial Justice and Equality von itch.io besitzt, wird das Gefühl sicher kennen: über 1700 (!!) Inhalte – wo um Himmels willen soll man da anfangen?! Ein paar wenige Titel wie Night in the Woods, Celeste, oder A Short Hike mögen bekannt sein, aber der größte Teil des Bundles besteht aus eher unbekannten Werken. Um die Auswahl ein wenig zu erleichtern, haben wir auf Spielkritik eine kleine Aktion gestartet: Wir veröffentlichen dort Kurzkritiken zu Spielen aus dem Bundle!

Ich habe bereits den Anfang mit zwei Kritiken gemacht: Mit George Batchelors Far from Noise ist mir gleich eine Perle vor die Füße gerollt, die existenzielle Themen vor dem Hintergrund eines wunderbar in Szene gesetzten Sonnenuntergangs verhandelt. Oder warum nicht mal mit Laundrybears A Mortician’s Tale in den Alltag einer Bestatterin in den USA hineinschnuppern und miterleben, was das Beerdigungsbusiness so ausmacht?

A Mortician’s Tale: Hineinschnuppern in den Alltag einer Bestatterin.
(Quelle: eigener Screenshot)

Für die nächste Zeit werden alle Kurzkritiken, die die Bundle-Spiele betreffen, ganz übersichtlich hier gesammelt. Wer Spielkritik nicht ohnehin schon abonniert hat, ist sicher gut damit bedient, sich den Link als Lesezeichen zu setzen. Noch besser ist aber natürlich das Abo bzw. der Follow auf Twitter. 😀

Titelbild: Far from Noise (2017), George Batchelor. Eigener Screenshot.

Mitreden? Gerne!
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The Talos-Principle und die existenziellen Fragen des Lebens – hallo psychische Grundkonflikte!

The Talos Priciple - eine der drei Welten

Stell‘ dir vor, du wachst als Roboter in einem Garten auf, eine Stimme aus dem Off stellt sich dir als „Elohim“ („Gott“ bzw. „Götter“) vor und trägt dir auf, Rätsel zu lösen. Nur den einen großen Turm darfst du unter keinen Umständen besteigen. Dein einziger Gesprächspartner ist ein Computerprogramm, das Dateien archiviert und dich in philosophisch-ethische Diskussionen verstrickt. Oh ja, und da sind ja noch diese Grafik-Glitches, die eigentlich keinen Zweifel daran lassen, dass es hier nicht mit rechten (realen) Dingen zugeht… Willkommen in der Welt des Talos-Principles!

Als Portal-Fan wurde es ja nun auch höchste Zeit, dass ich mich diesem Juwel einmal widme, das meiner Meinung nach bei Metacritic fast noch zu niedrig mit 85 Punkten bewertet wurde. Aber warum bekommt es hier einen Platz als Psycho-Review? Dazu gleich mehr.

Grundinfos zum Spiel

Beim 2014 erschienenen und grafisch sehr ansprechenden Talos Principle handelt es sich um ein Puzzle-Game mit weit über 100 in der Schwierigkeit ansteigenden Raum-Rätseln, in denen jeweils ein sogenanntes „Siegel“ gesammelt werden muss. Die Räume, welche sich in drei sehr verschiedenen Welten (Griechische Ruinen, altes Ägypten, Mittelalter) befinden, sind häufig recht verschachtelt und geben das Siegel erst nach Lösung des jeweiligen Rätsels frei. Dabei müssen unter Anderem Barrieren, Geschütze und bewegliche Minen mittels verschiedener Spiel-Elemente (Boxen, Laser-Konnektoren, Ventilatoren uvm.) überwunden werden.
Neben dem Puzzle-Schwerpunkt hat der Spieler die Möglichkeit, sich mit einer KI über philosophische Fragen zum Sinn des Lebens, zur Definition von „Bewusstsein“ und so manchem mehr zu unterhalten – Zweifel an „Elohim“ und seiner Botschaft keimen. Erst nach und nach erschließt sich der Sinn der Welt, in der sich der Protagonist befindet und er wird vor die Wahl gestellt: vertraut er Elohim oder widersetzt er sich dem Verbot, den Turm zu betreten?

Entwickler: Croteam
Publisher: Devolver Digital, Croteam
Erscheinungsjahr: 2014
Steam-Reviews gesamt: „Äußerst positiv“

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