Psycho-Review: The Talos-Principle

The Talos Priciple - eine der drei Welten

Stell‘ dir vor, du wachst als Roboter in einem Garten auf, eine Stimme aus dem Off stellt sich dir als „Elohim“ („Gott“ bzw. „Götter“) vor und trägt dir auf, Rätsel zu lösen. Nur den einen großen Turm darfst du unter keinen Umständen besteigen. Dein einziger Gesprächspartner ist ein Computerprogramm, das Dateien archiviert und dich in philosophisch-ethische Diskussionen verstrickt. Oh ja, und da sind ja noch diese Grafik-Glitches, die eigentlich keinen Zweifel daran lassen, dass es hier nicht mit rechten (realen) Dingen zugeht… Willkommen in der Welt des Talos-Principles!

Als Portal-Fan wurde es ja nun auch höchste Zeit, dass ich mich diesem Juwel einmal widme, das meiner Meinung nach bei Metacritic fast noch zu niedrig mit 85 Punkten bewertet wurde. Aber warum bekommt es hier einen Platz als Psycho-Review? Dazu gleich mehr.

Grundinfos zum Spiel

Beim 2014 erschienenen und grafisch sehr ansprechenden Talos Principle handelt es sich um ein Puzzle-Game mit weit über 100 in der Schwierigkeit ansteigenden Raum-Rätseln, in denen jeweils ein sogenanntes „Siegel“ gesammelt werden muss. Die Räume, welche sich in drei sehr verschiedenen Welten (Griechische Ruinen, altes Ägypten, Mittelalter) befinden, sind häufig recht verschachtelt und geben das Siegel erst nach Lösung des jeweiligen Rätsels frei. Dabei müssen unter Anderem Barrieren, Geschütze und bewegliche Minen mittels verschiedener Spiel-Elemente (Boxen, Laser-Konnektoren, Ventilatoren uvm.) überwunden werden.
Neben dem Puzzle-Schwerpunkt hat der Spieler die Möglichkeit, sich mit einer KI über philosophische Fragen zum Sinn des Lebens, zur Definition von „Bewusstsein“ und so manchem mehr zu unterhalten – Zweifel an „Elohim“ und seiner Botschaft keimen. Erst nach und nach erschließt sich der Sinn der Welt, in der sich der Protagonist befindet und er wird vor die Wahl gestellt: vertraut er Elohim oder widersetzt er sich dem Verbot, den Turm zu betreten?

Entwickler: Croteam
Publisher: Devolver Digital, Croteam
Erscheinungsjahr: 2014
Steam-Reviews gesamt: „Äußerst positiv“

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RPGs: Lieber ein Geralt oder ein Dragonborn?

Self-made Character oder bekannter Held?: „The Elder Scrolls V: Skyrim“ und „The Witcher 3“ im Vergleich

RPGs machen einfach Spaß, keine Frage. Allerdings scheiden sich manchmal die Geister, wenn es um den Helden/die Heldin geht: lieber eine „fertige“ Figur mit einer Biografie und einem Charakter? Oder eine vorerst namenlose Gestalt, die ich selbst designe und „ins Leben“ bringe? Wo liegen jeweils die psychologischen Reize der beiden Varianten? Mit wem kann ich mich besser identifizieren?

Schauen wir uns dazu doch mal zwei große Titel an: The Witcher 3 wartet mit Geralt von Riva auf, The Elder Scrolls V: Skyrim mit einem Helden, den man selbst erschafft. Offenbar funktioniert beides – The Witcher 3 verkaufte sich über 25 Millionen Mal [1], Skyrim sogar über 30 Millionen Mal [2].

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