Der Reiz des Bösen

Reiz des Bösen im Computerspiel

Wir können es in Tyranny, Overlord oder dem Hitman-Universum tun, sogar das Sims-Franchise erlaubt es uns regelmäßig: böse zu sein! Sei es in der Gestalt eines Schurken, eines bösartigen Herrschers, intelligenten Auftragsmörders oder als gottgleicher Regent, der seinen Sims die Hölle auf Erden bereitet. Was macht die „dunkle Seite der Macht“ so attraktiv in Videospielen?


Schon länger schlummerten in meiner Entwürfe-Sammlung ein paar Gedanken dazu, warum viele Menschen ihre Sims wohl so gerne um die Ecke bringen. Vom Klassiker, die Leiter im Pool zu entfernen, bis hin zu ausgeklügelten „Folterkellern“, in denen die Sims an Hunger, Durst oder „Unfällen“ sterben, findet sich auf Youtube eine ganze Fülle an Videos. Und seien wir mal ehrlich – irgendetwas davon haben wohl alle Sims-Spieler in ihrem Leben schon mal ausprobiert… Es war dann allerdings die Interview-Anfrage von Thomas Ruscher vom Deutschlandfunk Nova, der mir das Thema wieder ins Gedächtnis rief und mir den nötigen Anschubser gab, mich etwas eingehender mit der Thematik zu beschäftigen. Steigt man tiefer ein, lassen sich sicher ganze Podcastsendungen und Bücher damit füllen. An dieser Stelle möchte ich allerdings nur ein paar Gedankenanstöße sammeln. Den fertigen Beitrag von Thomas mit ein paar O-Tönen von mir könnt ihr übrigens hier hören.

Weiterlesen „Der Reiz des Bösen“

Psycho-Blick auf RPG-Charakter: self-made vs. vorgegeben

Self-made Character oder bekannter Held?: „The Elder Scrolls V: Skyrim“ und „The Witcher 3“ im Vergleich

RPGs machen einfach Spaß, keine Frage. Allerdings scheiden sich manchmal die Geister, wenn es um den Helden/die Heldin geht: lieber eine „fertige“ Figur mit einer Biografie und einem Charakter? Oder eine vorerst namenlose Gestalt, die ich selbst designe und „ins Leben“ bringe? Wo liegen jeweils die psychologischen Reize der beiden Varianten? Mit wem kann ich mich besser identifizieren?

Schauen wir uns dazu doch mal zwei große Titel an: The Witcher 3 wartet mit Geralt von Riva auf, The Elder Scrolls V: Skyrim mit einem Helden, den man selbst erschafft. Offenbar funktioniert beides – The Witcher 3 verkaufte sich über 25 Millionen Mal [1], Skyrim sogar über 30 Millionen Mal [2].

Weiterlesen „Psycho-Blick auf RPG-Charakter: self-made vs. vorgegeben“